( 443 )
demselben culminirenden Fixstern (dessen Abstand als unend-lich vorausgesetzt werden kann) auszumessen Gelegenheithaben. Gesetzt die Paralleliinien LI), LQ giengen nachdiesem Fixstern, so wird aus L betrachtet der Mond umden Winkel DLL nach Süden, und aus L um nachNorden von diesem Fixstern entfernt im Meridian erscheinen.Es ist aber DLLm LLL und wenn aisdenn nochder scheinbare Abstand des Mondes von den Scheitelpunkten2 und V bekannt ist, so findet sich nach obiger Regel die ho-rizontale Parallaxe. Uebrigens ist bey der Anwendungdieser Vorschriften noch vorher der Unterschied zwischen demwahren und scheinbaren Zenith, (§. 27z und 286.) weichendie abgeplattete Gestalt der Erde veranlaßt, so wie die ver-schiedene Große der Erdhalbmesser (§.286) mit inRechnungzu ziehen.
§. Zzi. Wenn die Alten über den Abstand des Mon-des von uns wenig zuverläßiges zu bestimmen im Standewaren, so kann man dies um so eher in Ansehung dervielmal entferntern Sonne erwarten. Wenigstens hattensie davon vor dem Hypparchns keine auch nur einigermaßenrichtige Vorstellung, pythagoras setzte die Sonne nurdreymal weiter als den Mond, poßidoinus soll ihren Ab-stand auf iZl4l Halbmesser der Erde gesetzt haben, welchesder Wahrheit ziemlich nahe kommt, diese Angabe ist aberwol nur eine blos von ohngefehr geglückte Muthmaßung,oder vielleicht erklärt man die Meinung dieses Astronomenunrecht. Prunus glaubte die Sonne sey rnnal weiter alsder Nchnd von uns, weil ihr Umlauf am Himmel isnM