Druckschrift 
1 (1793)
Seite
338
Einzelbild herunterladen
 

( ZZ8 )

Ingolstadt bemerkt. Weil aber eine dergleichen Erschei-nung den Meinungen der damaligen Philosophen entgegenzu seyn schien, so machte er seine neuen Wahrnehmungenerst im Januar 1612 unter einem fremden Namen bekannt.Im Jun. i6rl hatte schon Fabricius zu Wittenberg derEntdeckung der Sonnenflecke öffentlich erwähnt und Galli-läus sähe sie zuerst zu Rom im April 1612. Im Junio?6zo erschien zu Bracciano in Italien vom P. Scheiner«in großes Werk über die Beobachtungen der Sonnenflecken,welches er -k--/-- nannte. Diese erstem und die folgen-den Beobachter bemerkten an diesen Flecken hausige Verände-rungen, sie wurden größer und kleiner, verschwanden zuwei-len ganzlich oder ließen einen Schatten übrig, auch wurdendie Sonnenfackeln von Zeit zu Zeit bemerkt. VerschiedeneFlecken giengen einigemal auf der Sonnenscheibe vorüberund von gewissen Flecken konnte man behaupten, daß siean dem nemlichen Ort sich wieder zeigten, wo sie vorherwaren unsichtbar geworden. Zuweilen verstoßen Jahreda fast kein einziger Sonnenfleck erschien, und dann zeigtesich die Sonne verschiedene Jahre nach einander nie ohneFlecken. Man zählte dann und wann zo und mehrere.Eden dies beobachten wir noch anjetzt, ohne die geringsteRegelmäßigkeit und blos dies einzige zeigt sich bey allen ge-meinschaftlich, daß sie in einer gleichen Zeit, ihr Weg magkurz oder lang seyn, parallel unter sich in einer Zone 60Grad und darüber breit, vom östlichen zum westlichen Son-