( )schen Länge und Breite eines Otts durchschneidet, liegtderselbe auf der Erdoberfläche.
§. Zvl. Hun hat unter allen möglichen Erd-Meri-dianen keiner ein natürliches Vorrecht der erste zu seyn unddaher ist es willkührlich bei) welchem man anfangt die Gradeder geographischen Lange zu zahlen. Schon die alte» Erd-beschreiber zogen den ersten Meridian durch die äußerstenwestlichen Gränzen der ihnen bekannten Lander, wie Erato-sthcnes durch die so genannten Herkules'Saulen Key Gibral-tar. Einige der neuern haben ihn durch die Azorische In-sel Flores, andere durch die Canarische Insel Teneriffa w.gezogen. Diese willkührliche Versetzung des ersten Meridianserfordert aber allemal eineNcduction wenn man die Längeeines Orts auf geographischen Charten und Erdgloben diehierin von einander abweichen, nach einem bekannten Meri-dian wissen will. Daher ziehen die Franzosen seit ? 6z^ aufBefehl Ludewigs Xlii den ersten Meridian durch Ferro alsdie westlichste der Canarischen Inseln. Deren westliche Küsteaber liegt 20° zo' vom Meridian der Pariser Sternwartewestwärts, und der erste Meridian wird daher, zur Er-leichterung der Rechnung genau 20" vom Pariser gegenWesten gesetzt, so daß also Paris unterm 20° der Langeliegt und hiernach richten sich nunmehr die neuern Geogra-phen, bey der Verzeichnung der Meridiane auf Landchartenund Globen. Die Astronomen setzen gemeiniglich bey astro-nomischen Beobachtungen, den Meridian ihrer Sternwarteals den ersten an und rechnen von demselben den Abstandaller übrigen.
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