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§. ZO2. Die Breite eines Ortes wird in den» Merl,dian desselben vom Aequator gegen Norden oder Süden,Nachdem er nemlich in der nordlichen oder südlichen Halb-kugel liegt, bis zu den Polen gerechnet, und kann also aufshöchste bis zu 90° gehen. Unterm Aequator ist die Breite0 und uncern Polen yo°. Diese geographische Breite oderEntfernung vom Aequator ist allemal der Polhöhe einesOrts gleich , denn nach HZ 61 ist für den Ort r, sr dessenAbstand vom Aequator und dieser Bogen ist dem Vo-gen-in Abstand des Pols vom Horizont, oder PICK demWinkel der Polhöhe gleich. Unterm Aequator liegt der Poln wie s im Horizont, um so viele Grade sich nun der Be-obachter auf der Erdoberfläche im Meridian von a nach nbegiebt, um eben so viele erhebt sich der Pol n über seinenHorizont ^). Der wahre Horizont kl kl des Orts r, dessenScheitelpunkt 2 ist schneidet von der Erd- und HimmelS-
") Denen Alte» besonders war eine weit größer? Strecke derLand-und Wasseroberflache der Erde von Westen nach Osten als nachNorden und Süden bekannt, daher wurde jene mit allem RechtLänge und diese Breire genannt; wie die Ptolomäische Charteder alten Welt zeigt. Auch ist die Erdkugel in den neuern Zei-ten schon oste der Länge nach von Osten nach Westen durch alleMeridiane ganz umschifft, nach den Polen hin aber des Eiseswegen noch niemals. Die Länge wird auch um die ganzeErde von 0 bis z6o Grad, die Breite aber nur bis zu den Polenoder von c> bis 90° gerechnet. Verzeichnisse von den Längen undBreiten der merkwürdigsten Oerter »ach den neuesten Beobach-tungen finden sich unter andern in meinen astronomischen Jahr-büchern von 1776 bis 1788, in meiner Anleitung zur allgemeinenissenntmß der Erdkugel. Berlin 1786 und in der Beschreibung