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§. 294- Steht nunMe Sonne im Aequator so istfür einen jeden Augenblick -an die erleuchtete und 5en diedunkle Halbkugel der Erde, welche der Erleuchtungsgränz«kreis dessen Durchschnitt hier -n ist, von einander scheidet,und bei) dem scheinbaren Umlauf der Sonne werden alleTheile der Erdoberfläche in 24 Stunden nach und nach er-leuchtet. Unterm Aequator läuft die Sonne durchs Zenithund untern Polen am Horizont herum. Rückt aber dieSonne vom Aequator nach Norden oder Süden gegen dieWendecircul, so fangt sie an ihre Strälen so weit jenseitsdes Pols zu werfen gegen den sie rückt, als sie solche vondem gegen über liegenden zurückzieht. Unterm Krebswen-decircul in v wird so wie unter dem Steinbockswende-circul in S, Kbkdie für jeden Augenblick erleuchtete Halbku-gel, woraus folgt, daß um diese Zeit die unter dem einenPol vom Polarcircul eingeschlossenen Lander beständig vonder Sonne erleuchtet werden, da die um den andern Polliegenden in der dunkeln Halbkugel bleiben.
§. 2YA. Hieraus läßt sich die sehr ungleicheDauer derTage und Nächte auf dem Erdboden Nach der Figur deut-lich erklären. Die Sonne beschreibt ihre Tagcscircul alle-mal mit dein Aequator parallel. Nun theilt 1) der Hori-zont 5dl unterm Aequator alle Tagescirml, wovon beydeWendecircul als Beispiele dienen können, gerade zurHälfte, die Tage und Nächte müssen folglich daselbst durchsganze Jahr 12 Stunden lang seyn. 2) Der Horizont eineszwischen dem Aequator und den ^?o!en liegendenLandes wie z. V. llli theilt hingegen diese Tagescircu!