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Von der Erleuchtung der Erde durch die Sonneund der ungleichen Länge der Tageund Nächte.
§. 29z.
Die Erde ist für sich eine dunkle Kugel und erhalt ihrLicht von der Sonne. Eine Kugel aber kann nach optischenGrundsätzen, wenn sie mit dem leuchtenden Korper einerlei)Grüße hat, nur in einem unendlichen Abstände, genaubis zur Hälfte von ihm Licht erhalten. Nun steht freylichdie Sonne zwar erstaunlich, aber doch nicht unendlich weitvon uns, und dann ist sie auch vielmal größer im Durch-messer als die Erde wie die Astronomie lehrt. Die Erd-kugel wird daher, aus der erstern Ursache etwas weniger,und aus der letztern, etwas mehr als zur Hälfte von derSonne erleuchtet. Da aber dieser Unterschied nur geringeist, so wird er in der mathematischen Erdbeschreibung nichtgerechnet und Man setzt voraus, daß der Erleuchtungs-gränzkreis, der die lichte Halbkugel der Erde von der dun-keln trennt, ein größter Kreis sey, über dessen Ebene Mit-telpunkt für jeden Augenblick die Sonne senkrecht sieht, unddaß folglich überall 180 Grad vom Umkreis der Erde dasSonnenlicht genießen *).
Eigentlich werden, des scheinbare» Durchwcssers der Sömiewegen, etwa z- Und der Stralenbrechung wegen noch etwaein Grad mehr als der halbe Umfang der Erde, folglich 181°Z2' von den Sonnenstrale» aus einmal erleuchtet.