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aber äußerst unsicher, da er die Entfernung »Weyer untereinem gleichen Meridian, nach astronomischen Beobach-tungen um einen Grad von einander liegender Oerter ver-mittelst der Umlaufe eines seiner Wagenrader ausMaaß.Der Niederlander Suelttus wählte zuerst neue und zu-verläßigere Mittel da er im Jahr 1615 in der Gegend umLeiden die Größe eines Grades vom Meridian durch Hülfegeometrischer Ausmessungen und astronomischer Beobach-tungen bestimmte, und eben diesen Weg befolgte Nor-wood in England im Jahr i6zz. Endlich hat der PaterRicciolus um das Jahr 1654 gleichfalls verschiedene zudiesem Zweck dienende Vorschlage gegeben und ausgeführt.Ich übergehe aber die Resultate dieser Ausmessungen, daMs die Beobachtungen von Picard, Caßini gegen dasEnde des vorigen Jahrhundert (§. 265.), MaupertuisundBouguero in dem jetzigen Jahrhundert (§. 268.), derWahrheit viel näher kommende geliefert haben, zuma! danunmehr, nicht aliein die Größe sondern auch die eigentlicheGestalt der Erdkugel dadurch herausgebracht werden sollte,wobey das ganze Verfahren mit der größten Vorsicht unter-nommen und die genauesten Instrumente dabey angewendetund auf das sorgfältigste geprüft werden mußten.
§. 278. Aus der bosien Figur laßt sich die Methodenach welcher die Größe eines Meridiangrades geometrischgemessen wird im aligemeinen abnehmen. Es sey einim Bogen und Längenmaaß zu messender Theil eines Mit-tagskreises, wobey es zu mehrerer Nichtigkeil derBeobach-tungsresultate nvthwendig ist, daß er wenigstens mehr als