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§. 27r. Aus dieser ungleichen Pendullänge in ver-schiedenen Entfernungen vom Aequatvr ergiebt sich nichtallein im allgemeinen die durch die Fliehkraft unterm Ae-quaror bewirkte Verminderung der Schwere, wodurch derPendulschwung langsamer von statten geht und demnachdessen Lange verkürzt werden muß, (§. 261. Anmerk.) son-dern man hat auch bemerkt, und Neutons Meynung bestä-tigt, daß die Verkürzung der Penduln unterm Aequatorwirklich noch geringer ist, als bcy Voraussetzung einer voll-kommenen Kugelgestalt der Erde statt finden müßte, wor-aus dann die abgeplattete Figur derselben folgt, denn dahiebey die Lander unterm Aequator weiter vom Mittelpunktals die unter den Polen weg liegen; so muß deswegen unrerjenem Kreise die Schwere bey der 24 stündlichen Axendrehungder Eroe durch den größer» Umschwung noch mehr wie beyder genauen Kugelründung vermindert werden. Hievonwird im 5 »ten Abschnitt, wo noch einmal von der Schwereauf der Erdoberfläche und vom Fall der Körper, die Redeist, das nähere vorkommen ").
§. 272. Da also der Pendulschwung durch die Wirkungder Schwere entsteht und unterhalten wird, so haben dieNaturforscherund Geomcter den Satz als richtig erkannt:daß sich dieRrafte der Schwere zweyer vom Aequa-tor ungleich entfernter <l>ertcr, gegen einander ver-halten müssen , wie die L-ängen der Pendul, welche
S. meine Anleitung zur allgemeinen Renntniß der Erd-kugel, Berlin 1787. K. i;5 —145.