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worden, wodurch sich dann der Erdkörper zu einer um sein«Pole etwas abgeplatteten oder um den Aequator erhabenemKugel (Spharoid) geformt. Sie brachten sogar, aus denerfundenen Gesetzen der Schwere und Fliehkraft der Körpernach den Pendulversuchen heraus, daß wenn man die Lan-ge der Erdaxe 2:9 setzt, der Durchmesser des Aequawrsszosey, und daß folglich der Umfang der Erde in ememihrer Meridiane nicht kreisförmig sondern ettipsenähnlichseyn müsse.
§. 264. Das was hier diese großen Manner nach all-gemeinen physikalischen Grundsätzen über die eigentliche Ge-stalt der Erde gefolgert, wünschte man nachher durch wirk-liche Ausmessungen am Himmel und auf der Erdoberflächebestätigt zu sehen. Aus den Mondfinsternissen ließ sich un-terdessen hierüber wenig zuverlaßiges schließen, weil sichdabey auf einmal, höchstens nur der achte Theil vom Um-kreise des Erdschattens auf der Mondscheibe zeigt, welchernoch dazu entweder nur den Krümmungsbogen einer Polar-vder Aequatorgegend, darstellt. Die Astronomen warendaher genöthigt zu wirklichen Ausmessungen der Erdrün-dung zu schreite».
§. 265. Der Abt Picard war der erste der nach einerzuverlaßigern Methode als bis dahin gebraucht worden, imJahr 1669 auf Befehl Ludwigs XIV. in den nordlichen Ge-genden Frankreichs einen Bogen des Mittagskl'eises ausgeometrischen und astronomischen Messungen bestimmte,und eine ahnliche Arbeit wurde von dem berühmten Domi-nikus Cassini in denIahren 168z und 1700 unternommm
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