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§, 128. So entstanden am Sterngewölbe Bilder vonHelden, Göttern, Königen, Lhieren, Schlangen, Flüs-sen, Kronen:c. nach Erdichtungen oder wahren Geschich-ten, deren Andenken die Alten der Vergessenheit ihrerNach-welt entrcissen wollten, welcher Zweck aber nicht durchauserreicht worden *). Unterdessen mischte sich in dem dama«ligen rohen Zeitaller der Aberglaube mit ein, und manlegte den anfangs auf die unschuldigste Art eingeführtenSternsigurcn nach dem Stand der Sonne und der Planetenin oder gegen dieselben, Bedeutungen bey, woran dieersten Erfinder z. B. die chaldaischcn Schafer gewiß nichtgedacht hatten. Hieraus erwuchs endlich ein sehr unedlerMißbrauch dieser großen Gegenstände des Firmaments,nemlich aus ihren Stellungen die politischen und morali-schen Begebenheilen der Erde und des Menschen im vorausanzugeben und als Folgen von jenen zu erklären. Mitdergleichen grundlosen Voraussetzungen beschäftigte sich diewahrsagende Astrologie.
§. 129. Eine aufgeklärtere Vernunft lehrt uns in derneucrn Sternkunde eine bessere Anwendung der Sternbilderund des nach demselben zu beobachtenden Himmelslaufes,und wir brauchen sie blos, zur leichtern Aufsuchung der
') Denn die Geschichte von den Thaten berühmter Männer derVvrwelt ist, durch die fabelhaften Erdichtungen der folgendenZeiten sehr verdunkelt worden. Hätten aber die Alten stattder Namen und Figuren derselben, ihre Attribute, oder da»wodurch sie sich um ihreZeitgenossen verdient gemacht, an demFirmament gesetzt, so würde uns solches noch lehrreichereDenkmäler des Alterthums aufbewahren. '
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