Druckschrift 
1 (1793)
Seite
68
Einzelbild herunterladen
 

c 68 )

bau und der Viehzucht in derselben Rücksicht genom-men haben *).

§. 127. Nach den Chaldaern und Aegyptiern, warenvornemlich die Griechen beschäftigt neue Sternbilder hinzu-zufügen, auch die bereits eingeführten nach ihren fahclhaf-ten Götter - und Heldengeschichtcn oder den bey ihnen wirk-lich vorgefallenen Begebenheiten umzudeuten, wie dennauch die Planeten von den Göttern der Griechen und Rö-mer ihre uralte Namen erhielten. Die durch ihren Handelberühmten Phönizier und in den folgenden Zeiten die Ara-ber, haben gleichfalls die Sternwissenschaft getrieben.

Amnerk. In meiner Anleitung zur Renncuiß des gestirnte»Himmels, wird an gehörigen Orten der fabelhaste Ursprungeines jeden Sternbildes nach den Erdichtungen der Aegyp-tier, Griechen und Römer in Anmerkungen kürzlich berührt.

*) Herr le pluche hält die Chaldäer für die Erfinder der Stern-bilder des Thierkreises, und erklart nach dem so eben ange-zeigten, sehr ungezwungen die Andeutung derselben. Wennman hingegen mit Herrn annimmt, daß die alten Ae-gyprier, zu einer Zeit, da noch der Lowe den Svmmersolsti-tialpunet einnahm (dies kann erst im IV. Abschnitt deutlichwerden) die Sternbilder dieses Gürtels erfanden, und ausdenjenigen Sternenl, die sie zuerst nach Sonnen Untergang amöstlichen Himmel über dem Horizont erblickten, ein derIahrszeit,dem Klima und der Feldarbeit angemessenes Bild sormirten,so findet sich gleichfalls eine Uebereinstimmung, Ihr Jahrfing sich mit dem Eintritt der Sonne im Löwen an und wurdein die Zeit der Ueberschwemmung des Nils, des Feldbauesund der Erndte abgetheilt. S. meine Anl. zur Kenntniß desgestirnten Himmels, 6ste Aufl. Seite 5a - 55.