Druckschrift 
Über die Richtung der projektirten westphälisch-rheinischen Eisenbahn durch den Bezirck der bergischen Eisen- und Stahlfabriken und das untere Wupperthal nach Köln
Entstehung
Seite
15
Einzelbild herunterladen
 

15

deren Umständen den Ostseehäfen zugegangen seynwürden.

Auch in Köln bietet eine große Konkurrenz in wolss-fundirter Zulänglichkeit gesicherte Versendungsmittel, sehrgeordnete Lagcrungsanstalten, erleichterter Geldverkehrund überhaupt eine ungemeine Mannigfaltigkeit materiel-ler und geistiger Mittel, dem auswärtigen Kaufmanneine Menge von Aushülfen dar, wie sie anderwärts nichtgefunden werden, obgleich man sie zu schaffen oft, abererfolglos bemüht war. Stellt sich nun neben den übri-gen Vorthcilen des sich von jenem Platze immer mehrerweiternden Vertriebs vollends der für unsere Handels-lage durchaus naturgemäße Zug nach Antwerpen wiederher, so kann über die entschiedene Vorzüglichkeit einesmöglichst direkten Anschlusses auf Köln nicht nur für dieGegend, deren gewerbliche Interessen wir hier zu schü-tzen versuchen, sondern auch für die nördlichem Fabrik-und Handelsorte der rheinisch-westphälischen Provinzen,das mindeste Bedenken wohl nicht mehr Raum finden.An keinem andern Punkte des Rheins läßt sich mit glei-chem Vorthcile und mit der Wohlfeilhcit, welche zunächstdas Gebot der heutigen Handelssitte auf dem Kontinentvon Europa ist, dieser Anschluß gewinnen, als da, wosolcher ein solides durch alle Zeiten in gereifter Blütestets vorhanden gebliebenes Bestehen schon vorfindet undwo grade jetzt neue Verzweigungen für solchen Anschlußaus sorgsamer Beachtung und kluger Pflege aller Zeichender Zeit gewonnen und durch hinreichende Mittel gesi-chert sind. Auch in militärischer Beziehung dürfte dergrade Anschluß der Bahn an einen großen Waffenplatzvon entschiedener Wichtigkeit seyn, und wenn wir uns