244
Doch du ranntest unaufhaltsamFrei in's willenlose Netz.
So eutzweytcst d» gewaltsamDich mit Sitte, mit Gesetz;
Doch zuletzt das höchste SinnenGab dem reinen Muth Gewicht,
Wolltest Herrliches gewinnen.
Aber es gelang dir nicht.
Wem gelingt es? — Trübe Frage,
Der das Schicksal sich vermummt.
Wenn am unglückseligsten TageBlutend alles Volk verstummt.
Doch erfrischet neue Lieder,
Steht nicht länger tief gebeugt;
Denn der Boden zeugt sie wieder.
Wie von je er sie gezeugt.
(Völlige Paust. Die Musik hört auf.)
Helena (zu Faust).
'Gin altes Wort bewahrt sich leider auch an mir:Daß Glück und Schönheit dauerhaft sich nicht vereint, i.Zerrissen ist des Lebens wie der Liebe Band;Bejammernd beide, sag' ich schmerzlich Lebewohl!And werfe mich noch einmal in die Arme dir.ZZerscphoueia nimm den Knaben auf und mich.
(Sie umarmt Faust, das Körperliche verschwindet, Kleidund Schleier bleiben ihm in den Armen.)
Phorkyas (ju Faust).
Halte fest was dir von allem übrig blieb.