20S
Vielleicht auch irrt sie zweifelhaft im LabyrinthDer wundersam aus viele» eins gewordncn Burg,Den Herrn erfragend fürstlicher Hochbcgrüßung halb.Doch sieh, dort oben regt in Menge sich allbereitsIn Galerien, am Fenster, in Portalen raschSich hin und her bewegend viele Dienerschaft,Vornehm - willkommncn Gastempfang verkündet es.Chor.
Aufgeht mir daS Herz! o, seht nur dahin.
Wie so sittig herab mit verweilendem TrittInngholdestc Schaar anständig bewegtDen geregelten Zug. Wie? auf wessen BefehlNur erscheinen gereiht und gebildet so früh,Von Zünglingsknaben daS herrliche Volk?Was bewundr' ich zumeist! Äst eS zierlicher Gang,Etwa des Haupts Lockhaar um die blendende Stirn,Etwa der Wänglein Paar, wie die Pfirsiche roth.Und eben auch so weichwvllig bestimmt?
Gern biß ich hinein, doch ich schandre davor.
Denn in ähnlichem Fall, da erfüllte der MundSich, gräßlich zu sagen! mit Asche.
Aber die schönstenSie kommen daher;
Was tragen sie nur -Stufen zum Thron,
Teppich und Sitz,
Umhang und zelt-artigen Schmuck,
Ucber überwallt er,
Goethe'S Faust. II. Th. 14