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Faust : eine Tragödie ; Theil 2 ;
(Vollendet im Sommer 1831)
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Freiem Blicke starr entgegen. Ist's ei» Hof? ist'stiefe Grube?

Schauerlich in jedem Falle! Schwestern ach! wir sindgefangen.

So gefangen wie nur je.

(Innerer Burghof, umg-ben von reichen phantastischen Enbänden des Mittelalters,»

Chor führ c r in.

Vorschnell und thöricht, acht wahrhaftes Weibsgebild!Vom Augenblick abhängig, Spiel der WitterungDes Glücks und Unglücks, kcins von beiden wißt ihr jeZu besteh« mit Gleichmuts). Eine widerspricht ja stetsDer andern heftig, überguer die andern ihr;In Freud' und Schmerz nur heult und lacht ihr glei-chen Ton's.

Nun schweigt! und wartet horchend waS die Herrschen»Hochsinnig hier beschließen mag für sich und uns.Helena.

Wo bist du Pythonissa? heiße wie du magst.

Aus diesen Gewölben tritt hervor der düster« Burg.Gingst etwa du, dem wunderbaren HeldenherrnMich anzukündigen, Wohlcmpfang bereitend mir.So habe Dank und führe schnell mich ei» zu ihm;Beschluß der Irrfalwt wünsch' ich, Ruhe wünsch'ich nur.

Chorf ü h rerin.

Vergebens blickst du, Königin, allseits um dich her;Verschwunden ist das leidige Bild, verblieb vielleichtIm Nebel dort, ans dessen Busen wir hichcr.

Ich weiß nicht wie, gekommen, schnell und sonder Schritt

Vül-