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Wagest du Scheusal,
Nebe« der Schönheit,
Dich vor dein Kennerblick
Phöbus zu zeige»?
Tritt du dennoch hervor nur immer.
Denn das Haßliche schaut Er nicht.
Wie sein heiliges Auge noch
Nie erblickte den Schatten.
Doch uns Sterbliche nöthigt, achLeider! trauriges MißgeschickZu dem unsäglichen Augenschmerz,
Den das Verwerfliche, Ewig-unseligeSchönheitliebcndcn rege macht.
Ja so höre denn, wenn du frech
Uns entgegencst, höre Fluch,
Höre jeglicher Schelte Drohn
Aus dem verwünschenden Munde der Glücklichen,
Die von Göttern gebildet sind.
P h o r k >) a s.
Alt ist das Wort, doch bleibet hoch und wahr der Sinn:Daß Scham und Schönheit nie zusammen, Hand in Hand,De» Weg verfolgen über der Erde grünen Pfad.
Tief eingewurzelt wohnt in beiden alter Haß,
Daß, wo ste immer irgend auch des Weges sichBegegnen, jede der Gegnerin den Rücken kehrt.
Daun eilet jede wieder heftiger weiter fort.
Die Scham betrübt, die Schönheit aber frech gesinnt.