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Faust : eine Tragödie ; Theil 2 ;
(Vollendet im Sommer 1831)
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Dem Pöbelst»» vcrwvrr'ner GeisterEntwickelt sich ein Widerstand,

Die Ketzer sind's! die Herenmeistcr!

Und sie verderben Stadt und Land.

Die willst du nun mit frechen ScherzenIn diese hohen Kreise schwärzen,

Ihr hegt euch an verderbtem Herzen,

Dem Narren sind sie nah verwandt.

Mephistophcles.

Daran erkenn' ich den gelehrten Herrn!

Was ihr nicht tastet, steht euch mcilenfern;Was ihr nicht faßt, das fehlt euch ganz upd gar;Was ihr nicht rechnet, glaubt ihr seh nicht wahr;Was ihr nicht wägt, hat für euch kein Gewicht;Was ihr nicht münzt, das, meint ihr, gelte nicht.

Kaife r.

Dadurch sind unsre Mängel nicht erledigt.Was willst du jetzt mit deiner Fastenpredigt?Ich habe satt das ewige Wie und Wenn;

Es fehlt an Geld, nun gut, so schaff' eS denn!

Mcphistophelcs.

Ich schaffe was ihr wollt und schaffe mehr;

Zwar ist es leicht, doch ist das Leichte schwer.Es liegt schon da, doch um es zu erllangenDas ist die Kunst, wer weiß e§ anzufangen?Bedenkt doch nur: in jenen Schreckensläusten,Wo Menschenffuthen Land und Volk ersäuften.