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Faust : eine Tragödie ; Theil 2 ;
(Vollendet im Sommer 1831)
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Sie dürft« früh de- ewige« Lichts genieße»

Das später sich zu uus hcruicder weudet.

Jetzt zu der Alpe grüttgeseuktc« Wiese«

Wird «euer Glanz u«d Deutlichkeit gespendet

Und stttfcuwcis herab ist es gelungen;

Sie tritt hervor! und. leider schon geblendet,

Kehr' ich mich weg, vom Angenschmcrz durchdrungen.

So ist es also, wenn ei» sehnend HoffenDem höchsten Wunsch sich traulich zugcrnngcn,Erfüllnngspforten findet slügclossen;

Nun aber bricht ans jenen ewigen GründenEin Flammen-Ucbcrmaß, wir steh» betroffen;Des Lebens Fackel wollten wir entzünden.Ein Fenermeer umschlingt uns, welch' ei» Feuer!Ist's Lieb? Ist's Has? die glühend uns umwinden.Mit Schmerz und Freuden wechselnd ungcbcucr.So daß wir wieder nach der Erde blicken.

Zu bergen uns in jugendlichstem Schleier.

So bleibe denn die Sonne mir im Rücken!Der Wasscrsturz, daS Felsenriff durchbrausend.Ihn schau' ich an mit wachsendem Entzücken.Von Sturz zu Sturze» wälzt er jetzt in tausendDann aber tausend Strömen sich ergießend.

Hoch in die Lüste Schaum an Schäume sausend.

Allein wie herrlich diesen, Sturm ersprießcnd.

Wölbt sich des bunten Vogens Wechsel - Dauer,

Bald rein gezeichnet, bald in Lust zerfließend.