XIII. Abschnitt.
müssen alle die Tropfen, von denen eine jinienach 1" gezogen mit "UVV den Winkel von42^ 2^ macht, dem Auge in U roch erschei-nen, und so mehrere andere orange, gelb,grün, n. s. w. Die Tropfen aber, die dieseerforderlichen Winkel mimen, liegen alle ineinem Kreist, dessen Pol 1" ist. So bekömmtalso der Regenbogen die Gestalt eines Krei-ses von sieben Streife!-, mit den Farben desPrisma, wovon der röche S'reis auswendig,der violette inwendig liegt. Um ihn zn sehen,muß man die Sonne im Rücken haben, undes kann also uns niemahls ein Regenbogen inSüden erscheinen; ein jeder sieht auch seineneignen Regenbogen, und jeden Augenblick siehtman einen andern. Je dunkler der Grundhinter dem Regenbogen ist, um desto lebhaf-ter erscheinen seine Farben.
§- 74i.
Der Horizont verdeckt gemeiniglich den un-tern Theil des Regenbcgens. Er verdeckt dieHälfte, wenn die jinie l'VV in der Ebne desHorizontes liegt oder wenn die Sonnenst ahlendem Horizonte parallel lausen; das heisir, indem Äugenblicke, da die Sonne auf- oder unter-geht. Je mehr die Sonne über dem Horizonteerhoben ist, ein desto kleineres Stück des Re-genbogens sieht man. Betragt die Höhe derSonne mehr als 42^ 2', so kann der Regen-
bogen