Von der Elcktticität. 507
schwächer die zugeführt? war: Das will so vielsagen, wenn vo» zwey gleich großen Tellern dereine unvollkoinmen, der andere vollkoinme» iso-lirt wird so zeigt, wenn beiden gleichviel Elek-tricität zugeführt wird, (die Dauer der Zufuhrbey beiden übrigens aleich gesetzt) erstcrer immereine größere Eleklricitat als der letztere, wenn diezugesührte Kiekir. schwach als wenn sie stark ist;Denn wäre sie sehr stark, so könnte cS kommen,daß, da jeder Körper, bey einem gewissen Zustandeder Lust, nur eine» gewissen bestimmten Gradvon Klckrr. annehmen kann, beide diese Sätti-gung erreichten, und also eine gleiche Kiokrr.zeigten. Der erste Deekel kann aber diese Sätti-gung erreichen, wenn, bey übrigens völlig glei-chen Umständen, der letztere noch weit davon ent-fernt bleibt. Es versteht sich von selbst, daß man,ehe man das Instrument gebraucht, sorgfältig un-tersuchen muß: ob es nicht durch einen Zufall etwaein schwacher Elcktrophor geworden sey.
§- 538'
Vermittelst dieses Instruments hat man Beobachtungenangestellt, van denen sich die ganze Naturlchredie größten Vortheile zu versprechen hat z. B.Wenn man mit dem Knopf einer so schwach gela-denen 'Rieistischon Flasche, daß er kaum nochleichte Körperchen zieht, den Teller des Londons,einige Zeit berührt, so gibt er, aufgehoben, oftnoch starke Funken, und das zuweilen sehr viel-mahl hinter einander; mit einer riirladcnrn Flascheberührt, zeigen sich, wo nicht Funken doch Spureileiner Klckrr., die die Flasche gar nicht mehr zeigteund das oft sehr lange. Wenn isolirte Wetterstan-gen, an heitern Tagen, gar keine Kicker, zeigen,so wird sie durch den Londons sehr merklich ge-macht: zieht aber die Stange leichte Körperchen,so gibt der Londons. Funken; isolirt man einFeuerdecken mit Kohlen und bringt die Platte, wor-auf es steht mit dem Londons, in Verbindung, sobemerkt man Elcktrieität, zuniahl wenn man Wasserauf die Kohlen spritzt, und zwar allemahl — u.Zuweilen, wenn man z. B. Wasser auf heißes
Eisen