Von der Wärme und Kälte. 45 z
wo außer der Lunge, die freylich, in Vergleich mit den übri-gen Theilen, nach einigen cin Vulcaln wäre, an unzähligenStellen, Milch zu Knoche» und Fleischfascrn erhärtet, oderwie im Magen Körper durck Auflösung Veränderungenvon Capacitäten erleiden. Wir verstehen wie Tage, andenen die Sonne nicht immer am hellsten scheint, oft dieheißesten sind, weil da ttockner Dunst aus der LuftWärme wie Thau niederschlägt; wir sehen hierin nocheinen neuen Grund, warum sich die Temperatur de«Clima's nicht nach der geographischen Breite richtet. Diemannichfaitigen Selbstentzündungen werden nun begreifli-cher. E6 wird begreiflich wie crnstaUinisches GlaubersalzKälte, zerfallenes Wärme hervordringt; wie verdampfendeVitriol- und Salpeter-Naphthe Wasser gefrieren macht;wie Fordpee, Zäanks, Solander und Dlagdcu, wieMänner im F-uervfen, zumahl der letzte eine Hitze vonz,üo Graden eine Zeitlang aushalten konnte, da schon beyzie. das Wasser kocht, und worin ein Stück Fleisch in 47Minuten schon zu stark gebraten war u. f. w-Hierbey von dem Ursprung der chirrischcn Warme.
§. 4Y». 2.
Freylich wird von der eigentlichen Natur des Feuer«immer noch vieles vor unsern Augen verborgen bleiben,allein wenn auch alle diese Vorstellung« - Arte» von derabsoluten Wahrheit sehr weit entfernt bleiben, so habensie doch immer für uns einen sebr großen relativen Werth,sie sind schickliche Bilder uns die mannichfaltigen Erschei-nungen darunter im Ausammenhang zu denken und un«die Kenntniß derselben zu erleichtern. Gesetzt die Ursacheder Hitze sey kein Fluidum, e« sev etwas wovon sich nicht«Gleiches in der Natur fände, so ist doch nicht zu leugnen,daß sich die Erscheinungen, so weit wir sie kennen, sehrschicklich unter dem Bilde eines flüssigen Wesens denke»lassen, und ist ein solches Zeichen glücklich gewählt, sokann es selbst dienen den Geist auf neue Verhältnisse de«unbekannten Wesens zu leiten. So weissagte Hr. deckucin seinem Werk über die Atmosphäre §, >,7?. bloß aus derTheorie des Hr. le Sage, die specifische Wärme, undredet davon zum voraus fast mit eben den Worten, mitdenen er nachher die gemachte Entdeckung erzählt Hge-,tu,' l- dieikvr §, 162.,). So wurde durch eben diese Theo-rie der Graf von Scanhope auf eine sehr wichtige Ent-
F f z deckung