IX. Abschnitt.
erwärmen, und dieß heißt eine Mittheiluttg derWärme. Und dann muß der mittheilent e Kör-per, wenn er nicht selbst in sich etwas neue Wärmehervorbringendes enthalt, norhwendig von seinerWärme verlieren, die ihm der andere Körpergleichsam entzieht; von dem man also gewisserMaaßen sagen kann, daß er dem ersten Kältemittheile.
§. 485-
Es ist leicht begreiflich , daß wegen dieserMitlheilung der Wärme alle nicht sehr weit voneinander befindlichen Körper einerlei) Grad derWarme haben müssen, wenn nicht einer oderder andere von ihnen anders woher noch mehrHihe bekömmt. Man sehe, einer dieser Kör-per sey wärmer und der andere kälter als die übri-gen : so wird der erstcre allen übrigen von seinerWärme mittheilen, dem andern aber wird vonallen übrigen so lange Wärme mitgetheilk wer-den , bis sich die Wärme gleichförmig unter siealle verkheilc hat.
Z. 486.
Indessen scheint unsere Empfindung gleich-wohl diesem Sähe zu widersprechen, ob ihn gleichdie Thermometer bekräftigen. Ein Stein oderein Stück Metall scheint uns kälter als ein da-neben liegendes Stück Holz, oder als die <uft,welche diese Körper umgiebt, sobald die Wärmelmssrs Körpers größer ist als die Wärme dieser
Dinge;