Druckschrift 
Anfangsgründe der Naturlehre
Entstehung
Seite
392
Einzelbild herunterladen
 

392 IX. Abschnitt.

nach angegebenen Graden der Warme oder Kalteanstellen kann; zweytens, daß mehrere Flvremi-ner Thermometer in einerlei) Warme oder Kalteganz verschiedene Grade zeigen. Die erste Un?Vollkommenheit ist noch immer ein Fehler allerThermemeter überhaupt, aber die letztere hakDan. Gabr- Fahrelchelt dadurch geHobe", daßer zur Bestimmung der Grade aus dem Thermo-meter zween Puncre fest sehte, die ziemlich un-veränderlich sind, und daß er den Raum dazwi-schen immer in gleich viel Grade theilce.

§. 455-

Er fand nämlich, daß Schnee mit Salmiakvermischt die siüsßge Materie des darin gesetztenThermometers immer bis zu einem gewissenPunctefallen macht, und daß sie in kochendem Quecksil-ber auch immer bis zu einerlei) Hohe steigt. DenRaum zwischen diesen benden Höhen theilce er insechshundert gleiche Thcile oder Grade, und weiler bemerkte, daß völlig siedendes Wasser dasThermometer gewöhnlich bis auf den 21z Gradnach dieser Ein'heilung steigen macht, so bedienteer sich zuletzt anstakt des siedende» Quecksilbersdes siedenden Wassers, und machte nur 212 Gradezwischen den beyden festen P-mcten des Thermo-meters. Er zählt diese Grade von unken hinauf-wärts, so daß bey dein angezeigten künstlichenGefrierpunkte, oder der Tiefe, zu welcher dasThermometer im Schnee mit Salmiak vermischt,

fällt,