z?4 VIII. Abschnitt.
Zacharias Janssen, »vd bald nachher von ei»nem zweyren, Hanns Lippcrhey, am Endedes sechszeh cen oder im ?l-fange des sieben--zehnten Jahrhunderts z» Middelburg erfundenworden scyn. (Carkesins giebr Iii feiner Dio-ptrik auch noch den Jacob Melius ans Aik-mar für den Erfinder an. L.) Da aber ihreEinrichtung geheim gehalten wurde, so erfandGalilei die Fernröhre zum zwcyken Mahle,und erhielt außer der Belohnung, die ihm derDoge von Venedig dafür gab, noch die, daßdiese zuerst erfundene Art von Fernröh-e" jehofast öfter Gallleische als Holländische Fern-rohre genannt wird.
Oe vcro relclcopü inucnrcre, cum l» cui ommum conlpici-liorum kiltori», suärorc rxrk. Ll»^er.l.o> ltsg. Lom.
i6;z. 4-
S- Zy6.
Dieses Holländische oder Galileische Fernrohrbesteht aus einem erhobenen Glafe 78 Fig.und einem hohlen LO, welche so gestellt find,daß beider Brennpunct zusammen in k" fällt. Pa-rallele Strahlen, die von entfernten Gegenstän-den auf das erhobene Glas fallen, werden davonnach dem B^ennpuncte ? zu gebrochen, von demHohlglafe aber, durch welches sie nun durchge-hen müsse», dergestalt gebrochen, daß sie wie-der parallel werde». Ein Auge, daß daherdicht vor dem Hohlglafe läge, würde von denentfernten Gegenstanden parallele Strahlen be-kommen,