Vom Lichte. 299
auf die brechende Ebne fallende Strahl ungebro-chen durchgehen muß.
dl. pro^r. «Ze refrsälioni, rsrivne ope
lenrium er ^rismarum 6ecermin»n6s. V^irreb. 17?^- 8«
§. 344-
Nach Newton ist die Ursache der Brechungdie anziehende Kraft des durchsichtigen Körpersgegen den Lichtstrahl, und die Brechung geschiehtnicht aufeinmahl, sondern der Lichtstrahl krümmtsich allmählig von seinem vorigen Wege in denneuen ab. Die Ursache, warum öhlichie Körperstärker brechen, scheint noch unbekannt zu scyn.Euler erklart die Refraetion daraus, daß einTheil des erscbüttcrlen Aethers die ihm Wider-stand leistende Flache eher berührt als der andere,wodurch die Richtung, in welcher die Erschütte-rung fortwirkt, abgeändert wird. Andere glau-ben, daß der Lichtstrahl bey seinem Eintritte ineinen andern durchsichtigen Körper eine wahreReflexion erleide und dadurch von seinem Wegeabgelenkt werde.
Sonderbar ist es, daß Carres sich vorstellen konnte,Wasser und Glas widerstehe dem Lichtstrahle we-niger als Luft.
Wie das Brechen in Ebnen geschieht.
§- 345-
Parallele Strahlen in einer Ebne gebrochenbleiben nicht allein in dem durchsichtigen Körperselbst, sondern auch, wenn sie wieder heraus ge«- en und zum zweylen Mahle in der gegenüber
liegen-