VII. Abschnitt.
Z. 25l.
Worin eigentlich die Elasticität der Luft ihrenGrund hat, das weiß man in der That eben sowenig mit Gewißheit zu sogen, als man die wahreUrsache der Elasticität anderer Körper kennt. EineeigenrhümlicheKrofc einander zurückzustoßen, kön-nen die Theilchen der Lust wohl nicht haben; siezeigen vielmehr anziehende Kraft wie die Theil-chen anderer Körper. Die Lufrtheilchen sich alsgewundene Federn vorzustellen, ist wohl etwaszu grob, und scheint nicht mit der Wahrheit über-ein zu kommen. Euler leitet die Elasticität derjust von einer feinen in den hohlen Lusiblaschenenthaltenen flüssigen Materie her, die sich darinim Wirbel herumdrehen soll.
I'enrzm-n cxplic-Uoni.i plixenomenarum zeclz, zuÄore vre»?,nvi.nnn; in de» ,/»>!. 7/. x. ^7.
'Auch in dlov. t >elrop. »779. r. l.
§. 25 r. b.
(Absolute Elasticiräc irgend einer Lustart, nennt mandie Starke, mit welcher sie der Kraft widersteht,von welcher sie gedruckt wird, und der sie dasGleichgewicht halte» muß, ohne auf ihre Dichrig-keic, Grad der Wärme u, s. w. Rücksicht zu neh-men. Weil aber, den übrigens ungleicher Dich-tigkeit, die verschiedenen Luftartcn, oder auch die-selben den verschiedener Temperatur, eine gleicheabsoliire Elasticität haben können, so führt diesesauf den Begriff der specifische» Elasticirär. Einekuftart heißt specifisch elastischer als eine andre,wenn sie bey geringerer Dichtigkeit gleich starkdruckt. Die specifischen Elasticitäten der Luftartenwerden sich also verhalten wie ihre absoluren, di-vidirt durch ihre Dichtigkeit.
Z. ?5l- c.