Von der Luft. 221
ders Salztheilchen in sich aufgelöst enthalt, unddiese sich an Metalle anlegen, so bringen sie dieMetalle zum Rosten; woraus erhellet, wie dasRosten der Metalle dadurch verhütet werden kann,daß man sie mit Dingen überzieht, welche dasWasser nicht stark anziehen.
§. 241.
Noch bey verschiedenen andern natürlichenBegebenheiken scheint die Luft mehr oder wenigerals ein Auflösungsmittel zu wirken. Süßlichteoder mehlichte Theile der Gewächse gerathen beyeiner Vermischung mit einer hinlänglichen MengeWasser an einem warmen Orte an der frcyenLuft in eine Gahrunq (lermematio), oder ineine innere Bewegung, bey welcher sich eine be-trächtliche Menge von künstlicher Lust (§. oz6.)(hauptsächlich Luftsäure und etwas phlogistischeLust. L..) entwickelt und ein berauschender Spi-ritus, oder, bey langer fortdaurender Gährung,ein Essig erzeugt wird. Ein gährcnder Körperhat das Vermögen, einen andern zur Gährunggeschickten gleichfalls zur Gährung zu bringen,oder die Gährung in ihm zu beschleunigen. Soschwer überhaupt die ganze Begebenheit an sichselbst zu erklaren seyn möchte, so ist es doch wohlgewiß, daß die Lust vielen Amheil daran hat.
LN0. xnll. srxnui funcismenraliz. !IzI.
1697, 8.
Deorg Ernst Smlstö ^moreckmz funssmenkzliz, oderallgemeine Grunderkenntiuß der Gährungskunsr.Stettin und Leipzig. >748. 8.
§. 24z.