Druckschrift 
Anfangsgründe der Naturlehre
Entstehung
Seite
209
Einzelbild herunterladen
 

Von der Luft. 209

fie ist nemlich gefärbt, und nach Hrn. Karstens undGren's Erfahrung crpstallisirt sie sich zum Thcil beyder Kälte, und kann also wohl nicht eigentlich unterdie Luftarten gerechnet werden. Dieser elastische Dampfist durch die neuerlich van Hrn. rvestrumi, dadurchbewürkle Entzündung einiger Metallkalke und Metalle,-z. V. Spicßglanz, so wie auch durch das schnelle Blei-chen der in damit imprägnirtes Wasser getauchten Lein-wand und durch Hr. Bcvcholiers Verbindung dieser Säuremit dem veget. kaugensalze so wie Hrn. Prof. tvürzersmit dem mineralischen höchst merkwürdig geworden.Als Luftart heißt sie nach den Auriphlog. L> scille mu-

risrit^ue vx^ßene.

z) Virriolsaure stuft, nach Hricstlcv; Bergmanns lufr-förmige Virriolsaure (.L. scicic Uilwreux). Sie wirderhalten, wenn man die beste Vitriolsäure mit solchenSubstanzen, die viel Brennbares enthalten, als dieMetalle, Gold und Marina ausgenommen, Kohlen,Oelen verbindet, erhitzt und destillirt. Sie findet sichum die Quellen des Achner Bades natürlich.

Sie vergrößert die Flamme des Lichts nicht, son-dern löscht sie ohne solche Umstände aus; sie verbindetsich mit dem Wasser, aber minder schnell als andereschon erwähnte; verhindert das Gefrieren desselben nickt;färbt die Lackmustinctur roth; trübt das Kalkwasser,der Niederschlag ist ftleuirisch; sie schmelzet das Eis;ldßet den Eampber, das Eisen und das Kupfer auf,und giebt mit der reinsten Alaunerde, Alaun; treibtaus keinem Neutral - oder Mittelsalze die Säure aus,aber wohl aus den milden Alkalien die Luftsaure; ver-hindert die Währung-

q) Eparhsaure stuft (ksteplmlz stuori, mlne^liz) aci-1,stlionguefs ist die von Hrn. Scheele zuerst entdeckte Fluß-spathsäure in lustförmiger Gestalt dargestellt; man er-hält sie leicht, wenn man auf den phosphoreftirendeugrünlichen oder bläulichen Flußspath eoncentrirte Vi»rrislsäure gießt, die sich bann der Kalkerde des Fluß-spaths bemächtigt, und die eigne Säure austreibt;doch dienen auch mehrere andere Säuren hierzu.

Sie hat einen salzsauren, safranartigen Geruch;»ermischet sich stark mit dem Wasier und muß dahera) über