182 VII. Abschnitt.
und nn allen Orten gleich hoch sieht, sonderndaß diese Höhe einigen Veränderungen unter-worfen isi. Die Luft muß also zu der Zeit undan denen Orten, wo das Quecksilber höher steht,schwerer seyn, (oder ihre Elasticilät muß größerseyn, L!..) als da wo es niedriger steht. Au6der jedesmaligen Höhe des Quecksilbers in dertorrieellischen Nöhre kann man finden, wie starkeine jede gegebene Fläche von der darüber siehen-den Luft gedrückt werde, weil diese Luftsäule ebenso schwer ist (eigentlich eben so stark drückt, L.)als eine Quecksilbersäule über eben der Flächeund von der Höhe des Quecksilbers in der torri-cellischen Röhre.
Ein rheinlandischer Cubicfuß Quecksilber wiegt 1176Pfund Troygcwicht; man darf also nur für jedenZoll der Quccksilberhöhe über einem Quadratfuße98 Pfund; für jede Linie der Quecksilberhöhe inder toriccllischcn Röhre 8 Pnmd 2. Unzen rechnen.
Wenn man die Oberfläche der Haut eines erwachsenenMenschen fünfzehn Quadratfuß, und die Höhe desQuecksilbers in der Röhre acht und zwanzig Zollrechnet, so trägt ein Mensch bekändig 4i>üoPfundtust auf sich.
Die Luftpumpe.
Z. 216.
Noch näher hat man die Luft seit der Erfin-dung der Lustpumpe (smlis priLumatics) ken-nen gelernt, wodurch man die Luft aus Gefäßenwegnehmen kann. Der erste Erfinder derselbenist Otto von Guerike, der zu Magdeburg umdie Mitte des fiebenzehnten Jahrhunderts (das
eigent-