Ijjo VIl. Abschnitt.
(Faiijas de Sc. Fond's fälschlich sogenanntesMonrgolfierisches Gas.) k.
§. 213-
Die Erfahrung lehrt ferner, daß eine Pumpe(das Saugwerk, L.) das Wasser nicht höher zuziehen vermögend ist, als ohngefahr zwey unddreissig rheinlandische Fuß hoch. Es ist auchleicht begreiflich, daß der Druck der Luft endlichseyn und eine bestimmte Größe haben müsse,folglich nicht eine Wassersaule von einer jedenHöhe zu heben oder zu tragen vermögend seynkönne. Eben so darf die oben verschlossene undmit Wasser gefüllte Röhre (§. 204) nicht überzwey und drepsftg rheinlandische Fuß hoch seyn,wenn alles Master in ihr durch den Druck derLuft erhalten werden soll. Eine höhere Wasser-faule ist schwerer als die ihr entgegen drückendeLuft, sie sinkt also, und das Wasser fließt untenso lange aus, bis die Wassersaule nicht mehrstärker brückt als die Lust, oder bis sie ohngefahrnur zwey und dreyssig rheinlandische Fuß hoch ist.
Galilei bat diese Entdeckung zuerst von ohngefahr ge-macht und dadurch den Weg zur weiter» Kenntnißder Luft ausehnlich gebahnt.
(Schon vor dem Galilei hatte Desearres sehr richtigeBegriffe von der Sache; er erklärt in einem Briefean den p. Mersemius') die Erhebung des Was-sers und dessen Hängenbleiben im Stechheber ausdem Druck der Luft, auch die Erhaltung des Queck-silbers in einer oben verschloßncn Glasröhre. ESist zwar das Datum dieser Briefe nicht genau be-richtigt, allein da der ersterwähnte Brief eine Cri-tik der damahls noch unrichtigen Meinung des Ga-lilei hierüber, die er in seinen Dinlosen vorträgt
enthält.