Druckschrift 
Anfangsgründe der Naturlehre
Entstehung
Seite
177
Einzelbild herunterladen
 

Von der Lust. 177

welche in einem Gefäße enthalten ist, muß die,welche unmittelbar auf dem Boden liegt, da«Gewicht aller darüber stehenden tragen, unddadurch in einem gewissen Maaße zusammenge-drückt werden. Die Luft darüber tragt schonein geringeres Gewicht, und wird also auchnicht in dem Grade zusammengedrückt, wie diedarunterstehende, und die alleroberste Luft könntegar nicht zusammengedrückt seyn, vorausgesetzt,daß gar keine Luft, noch sonst etwas schweres,weiter über dem Gefäße stünde, weil sie keinGewicht einer über ihr stehenden zu tragen hak.Man sieht bald ein, daß die Weite des Gefäßesnichts in dieser Sache verändert, ja daß derSatz auch auf die Luft angewandt werden könneund müsse, welche die ganze Erde umgiebt, wenndiese etwan eine Kugel ist.

H. 2c?8.

Da in einer beträchtlichen Höhe über unsnoch Luft steht, so muß folglich die uns umge-bende wohl eine solchergestalt verdichtete und zu-sammengedrückte Luft seyn. Wie stark sie aberzusammengedrückt ist, oder wie groß der Raumist, in dem sich z.B. ein Cubicfuß unserer Lustsich selbst überlassen ausbreiten würde, das istschwerlich mit Genauigkeit zu bestimmen; jedochsieht zu vermuthen, daß er dann einen vieleMahle größern Raum ausfüllen würde.

M §. zoy