Druckschrift 
Anfangsgründe der Naturlehre
Entstehung
Seite
142
Einzelbild herunterladen
 

142 Vl. Abschnitt.

') Obgleich dieser letztere Satz von einigen der neuste»und vorzüglichsten Schriftstellern, alsNsllcr,fingev, rVcitbvcchc und vornehmlich auch vonde In Lande behauptet, und das Gcgentheil füreinen Jrrtbum erklärt wird, so ist es doch gutzu wissen, daß ihn noch, ausser Larve, Honcma-rus Fabvi, und Sturm, so gar der hierbey clas-sische Musschendroeck angenominen und durchVersuche bestätigt hat. L.)

Z. 186.

Ueberhaupt verhalten sich Höhen, zu deneneinerlei) flüssige Materie in verschiedenen Haar-röhrchen steigt, verkehrt wie die Du chmess-r derHaarröhrchen. Ein? Wassersäule in dem Haar-röhrchen, dessen Durchmesser doppelt so groß ist,als der Durchmesser eines and? n, würde zwarKey einerlei) Höhe viermahl schwerer seyn alsdie Wassersäule in dem andern Haarröhrchen,und sollte also in so fern nur zum vierten Theilsder Höhe steigen: aber das Wasser berührt auchdarin das Glas in noch einmahl so vielenPnncten und steht deswegen wieder um so vielhöher; in allem also halb so hoch, als das Wasserin dem andern Haarröhrchen steht.

Da diese Wirkung der Haarröhrchen weder aus einemDrucke der Luft ' Dr. Hook rv^-n-liia 0kt, vu.hat doch diese Meinung mit seinem gewöhnlichenScharfsinn st.irk venheibigt L.) oder des Liethersauf das Wasser, noch aus einer blos zusammen-hangenden, nicht anziehenden Kraft, in ihnen be-griffen werden kann: so ist sie ein abermahligcrBeweis des wirklichen Oaseyus einer anziehendenKraft >» der Materie.

Z. 187.