140 VI. Abschnitt.
§. 182.
Durch diese anziehende Kraft zerfließen auchTropfen einer flüssigen Materie aus den Ober-flachen solcher Körper, welche durch sie naß ge-macht werden; da sie für sich allein genommeneine kugelförmige Gestalt annehmen sollten, diedurch die Wirkung der Schwere nur etwa mehroder weniger platt gedrückt werden würde. Undwirklich nehmen Wassertropfen auf Hexenmehl(pului5 I^cooociii) und aus den Blattern verschie-dener Gewächse, überhaupt auf Körpern, dieWaffer nicht naß macht, so wie O.uecksilber-tropfen auf Glase, diese platte Kugelgestalt an.Aber auf Glase zerfließt Wasser; auf BleyQuecksilber.
§. 183.
Aus eben dieser Ursache fließt auch Wasseru. d. gl. das man aus einem Glase ausgießt, aus-wendig leicht an dem Glase herunter, insbeson-dere wenn man langsam gießt, oder wenn dasGlas ganz oder beinahe voll ist. Durch einenumgebogenen Rand am Glase wird dieß ausleicht zu errathsnden Ursachen verhütet. Queck-silber aber läuft nie an einem Glase, worausman es gießt, wohl aber an einem metallenenGefäße herunter.
§. 184-
Wenn in ein Gesäß mit Wasser eine engeunten und oben offene Glasröhre getaucht wird:so muß das Wasser nicht nur des Gleichgewichtes
wegen