Druckschrift 
Anfangsgründe der Naturlehre
Entstehung
Seite
XXXI
Einzelbild herunterladen
 

zur sechsten Auflage. xxxi

bringen kann, wovon wir zwar einige Wirkungen schonlange kennen, so wie man Jahrtcmsendc hindurcheinige Wirkungen der Luft und des Windes gekeimthat, deren eigentliche Bcstandtheile uns aber eben sounbekannt sind, als es die Bcsiandthcile der LustJahrtausende hindurch gewesen waren. Die neueChemie muß ihren Gang fortgehen, und wird ihngehen; alle ihre Entdeckungen werden dereinst Glie-der des neuen Ganzen abgeben, und einem Zweckedienen, de» sie selbst nicht vor Augen gehabt hat.Wenn nur Thätigkeit unterhalten wird, um das wassie erweckt und erhalt haben wir uns nicht so sehr zubekümmern. Haben ja alle Triebe des Menscheneinen höher» Zweck alS die nächste Befriedigung der-selben. Tpcho's Weltsystem ist am Ende am kraf-tigsten durch die Beobachtungen widerlegt worden,die der große und uncrmüdete Mann vielleicht zudessen Bestätigung angestellt hat. Vernmthlich gibtuns bald ein Antiphlogisiiker eine chemische Ana-lyse der elektrischen Materie. Dürfte ich hierzu einenVorschlag thun: so wäre sie c>xz?xchne und kz?<kro-Zeus mit cslorlgcm ohne Weilern Znsatz verbunden;hingegen inflammable und dcphlogistisirte Luft, jenesizchroAsne und diese 0XVFÜNL mit calorlgus undlwasser. Etwas muß hierin über kurz oder laugvon der neuen Chemie gcthan werden, denn mit derbloßen Versicherung, daß die elektrische Materiebc» der chemischen Operation so ganz leer ausgehe,wird sich der unpartheyische Naturforscher unmöglichlanger abspeisen lassen. Man sollte sie wenigstenseinmal eine Zeitlang auf die Probe nehmen. Nunweiter, Hr. ve Lnc hat gefunden, daß, wenn nachlanger Dürre eine ungeheure Menge Wasser von derErde aufgestiegen sey, man dieses Wasser in derHohe nicht finde. Auf den höchsten Bergen selbstherrsche alsdann die größte Trockenheit nnd zwar,welches wohl zu merken ist, bcp sehr niedriger Tem-peratur.