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schmolzeucs Hammclfett von 120° C. Temperatur getaucht. Es zeigte sich keiuc Spur vonDampfbläschcn, selbst als das Fett bis 170° C. erwärmt wurde. Erst dauu zeigte sich Dampf,als das Fett sich zu verflüchtigen und die Seide sich zu zersetzen anfing. Die Kommission be-trachtet dieses Ergebniß als einen Beweis, daß die absolut getrocknete Seide wirklich keineFeuchtigkeit mehr enthalte.
Man übergab nun eine Partie Seide von 11,50 Kilogr. der öffentlichen Coudition undeine andere Partie Seide von demselben Gewichte der Conditio» nach dem Verfahren von Fc-lissent. Nach dem altern Verfahren bestimmte sich das Conditions-Gewicht zu 14,11 Kilogr.,nach dem zweiten Verfahren zu 11,16 Kilogr., wodurch sich also ein Unterschied von beinahe2 pCt. herausstellte. Es wurden nunmehr Proben von beiden Seiden-Partien der absolutenAustrockuung unterzogen, wodurch sich in der ersten Partie — 9,8 pCt., und in der zweiten— 7,6 pCt. Feuchtigkeit ergab. Die Conditionirungen waren freilich bei hohen Temperaturen,nämlich die erste bei 22° C. und die zweite bei 27° C. ausgeführt worden. Diese Versuche sindaber durchaus nicht geeignet, ein Urtheil über den Werth oder Unwerth der beiden Vcrfahrungs-arten zu begründen, welchen Zweck aber auch die Kommission zu erreichen sich nicht vorgesetzthaben mochte.
Zwei Seidcnproben, welche nach der Conditionirung in der öffentlichen Anstalt in Lyon einGewicht von 57,130 Gr. und von 69,890 Gr. hatten, zeigten bei der absoluten Austrocknungeinen Feuchtigkeitsgehalt von respective 9,9 pCt. und von 10,3 pCt. Diese Resultate mit demvorstehenden verglichen, zeigen Differenzen von 0,5 pCt. bei der öffentlichen Conditionirung.Diese Unterschiede würden unzweifelhaft bedeutender hervorgetreten sein, wenn die Operationennuter sehr verschiedenen atmosphärischen Einflüssen vorgenommen worden wären.
In einem ferneren Versuche wurde von 3 Partien französischer Qrgansin-Seide, jede von12 bis 13 Kilogr. Gewicht, die eine äquilibrirt, die zweite nach dem altern und die dritte nachdem Felissent'sehen Verfahren conditionirt. Daun nahm man aus jeder Partie diejenigenbeiden Proben heraus, wovon die eine (a.) früher der freien Luft und die andere (b.) der feuch-ten Kellerluft war ausgesetzt gewesen und trocknete sie in dem Apparat von Talabot erst 3,später aber zum zweiten Male 12 Stunden lang. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in fol-gender Tabelle zusammengestellt:
Nr.der
Seidcnproben.
Gewichtnach derConditionirung.
Gewichtnach einer abso-luten Austrocknungvon 3 Stunden.
Gewichtnach der zweitenabsoluten Aus-trockuung von 12Stunden.
Fcuchtigleits-Gehaltnach demConditionirc».
O r t
des
C o n d i t i o »i r e n s.
I. a.
11,13 Gr.
40,10 Gr.
40,08 Gr.
10,1 pCt.
um Aequilibrir-Apparat
1. b.
12,28 »
38,24 »
38,24 »
10,6 »
s von Talabot.
2. n.
47,00 »
42,97 »
42,97 ->
9,4 »
> nach dem altern Ver-
2. b.
47,59 »
43,36 »
43,34 »
9,8 »
j fahren.
3. n.
39,87 ->
37,28 »
37,27 »
7,0 »
j uach dem Verfahren von
3. b.
45,44 »
42,46 »
42,46 »
7,0 »
j Felissent.