tcn Büchern zu schicken, hatte Thiriot mich mit Wersen bc-wirthcn sollen, denen selbst die besten, die mir gelingen,den Borzug lassein Wahrscheinlich verachtet er den Ruhm,um dessen Genuß zu verschmähen. Diese ascetische Philo-sophie übersteigt, ich gestehe es, meine Kräfte. Es ist sehrwahr, daß, wenn man untersucht, was der Ruhm ist, ersich auf wenig zurückführt. Von Undankbaren bcurthcilt,von Schwachen geschätzt zu werden, seinen Namen ausspre-chen zu höre» von einer Wolksmasse, welche billigt, verwirft,liebt oder haßt ohne allen Grund, darf uns nicht stolz ma-chen, Indessen was würde aus tugendhaften und lobens-wcrthcn Handlungen, wenn wir den Ruhm nicht liebten?Die Götter sind für Cäsar, aber Cato folgt dem Pompc-jus; und den Beifall des Cato suchen ehrbare Leute zuverdienen; alle, die sich um ihr Waterland wohl verdientgemacht haben, sind in ihren mühseligen Bestrebungen durchdas Vorurthcil des Rufes ermuntert worden; aber für dasWohl der Menschheit ist wesentlich erforderlich, daß man eineklare und bestimmte Idee davon hat, was löblich ist. Mankann, wenn man sich darin täuscht, auf seltsame Abwege gc-rathcn. Thut den Menschen Gutes und ihr werdet gesegnetwerden. Das ist der wahre Ruhm, Ohne Zweifel kann Alles,was man nach uusermTodc sagt, für uns so gleichgültig scvn,als was bei der Erbauung des Babvlonischen Thurms gesagtworden ist; das hindert aber nicht, daß wir, ans Dasein ge-wöhnt, für die Nrtheile der Nachwelt fühlbar sind; die Königemüssen es mehr als die Privatleute scyn, weil dieses das ein-zige Tribunal ist, welches sie zu fürchten haben. Ist man nurein Wenig fühlbar geboren, so macht man Ansprüche auf dieHochachtung seiner Landslcutc, man will durch etwas glänzen,man will nicht in den vcgctirendcn Haufen geworfen werden.Dieser Trieb ist cincFolgc derJngrcdienzcn, deren dicNatursich zu unserer Bildung bedient hat; auch ich habe meinenThcil davon ; doch versichere ich Ihnen, daß es mir nie in denSinn gekommen ist, mich mit meinen Mitbrüdcrn zu verglei-chen, weder mit Mustapha, noch mit irgend einem andern;das wäre eine kindische und bürgerliche Eitelkeit; ich befassemich nur mit meinen Angelegenheiten. Ost setze ich mich, ummich zu crnicdcigen, in eine Parallele mit Tocalon, dem Mu-sterbilde der Stoiker, und bekenne dann mit Mcmnon, daßgebrechliche Wesen wie wir, nicht geschaffen sind, um die Voll-kommenheit zu erreichen. Wollte man alle Borurthcile, welchedie Welt regieren, sammeln, so würde das Verzeichnis! davoneinen großen Band in iolio ausmache». Begnügen wir uns
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Friedrichs des Grossen Gedanken über Staat, Kirche, Fürsten und Volk
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127
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