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Friedrichs des Grossen Gedanken über Staat, Kirche, Fürsten und Volk
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sichtig, und diese Hülse, welche sich die Menschen ge-genseitig schuldig sind, führt zur Toleranz. Das ist derGrund, warum eure Feinde, die Jesuiten, bei mirgeduldet worden sind; sie haben in den Provinzen, woich sie beschütze, noch nicht das Stilett gebraucht; siehaben sich in ihren Schulen aus die Humanitäten be-schrankt, welche sie gelehrt haben. Ware das ein Grund,sie zu verfolgen? Wird man mich anklagen, eine Ge-sellschaft von Gelehrten nicht aus dem Lande getriebenzu haben, weil einige Individuen dieser Gesellschaft200 Lieu's von meinem Lande Verbrechen begangenhaben. Die Gesetze verordnen die Bestrafung der Schul-digen, aber sie verdammen diese grausame und blindeErbitterung, welche in ihrem Rachgefühl die Strafba-ren und Unschuldigen vermengt. Klagen Sie mich we-gen zu viel Toleranz an, ich werde mich dieses Fehlersrühmen; es wäre zu wünschen, daß man Fürsten nursolche Fehler vorwerfen konnte.

Ebd. S. t!)0.

Ich weiß nicht, was man in Paris über meineKrankheit ausbreitet, und finde es ruhmvoll für mich,daß ich in dem Falle der Engländer bin, deren Verlustman übertreibt, während sie noch keinen beträchtlichenerlitten haben. Meine Gesundheit ist die eines Grei-ses, der achtzehn Anfälle der Gicht erfahren hat, undder seine Kräfte nicht sobald wieder gewinnt, wie einJüngling von 18 Jahren; aber figürlich läßt man michsterben, wenn man mich im Style eines gelehrten