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Friedrichs des Grossen Gedanken über Staat, Kirche, Fürsten und Volk
Entstehung
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Die Fortschritte der Philosophie, der Staatsö'co-nomie, der Kriegskunst, des Geschmackes und derSitten sind ohne Zweifel für die Reflexion eine erfreu-lichere Materie, als wenn man sich die Charactcre dermit Purpur bekleideten schwachen Fürsten, der Char-latane, die sich mit der Tiara bedecken, und der sub-alternen Könige vorstellt, von denen nur sehr wenigein den Jahrbüchern der Nachwelt bemerkt zu werdenverdienen. Jedermann, der nur Geschichte mit Fleißlesen will, wird bemerken, daß dieselben Scenen sichoft wiederholen und daß man nur den Namen derSchauspieler zu verandern braucht, statt daß mannach Entdeckungen von neuen, bis jetzt unbekannten,Wahrheiten sucht, die Ursachen, welche die Verände-rung in den Sitten hervorgebracht hat, ausfindig zumachen und die Umstände zu erforschen, welche Gele-genheit gaben, die Schatten der Barbarei, welche dieAusklärung der Geister verhinderten, zu zerstreuen;das sind gewiß Gegenstände, die denkende Wesen zubeschäftigen verdienen.

Ebd. S. SS.

In einer Republik muß die Regierung von Na-tur friedlich gesinnt seyn, und das Militair in dersel-ben herabgesetzt werden; man hat von Generälen,welche die Truppen für sich zu gewinnen wissen, alleszu fürchten und von ihnen selbst eine Revolution zuerwarten. In den Republiken verbindet sich der Ehr-