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Friedrichs des Grossen Gedanken über Staat, Kirche, Fürsten und Volk
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guter Bürger zu seyn. — Ein falscher Eifer istein Tyrann, welcher die Länder entvölkert; Duldsam-keit eine zärtliche Mutter, welche sie pflegt und zurBlüthe bringt.

Ebd. S, 377.

Die Fürsten können ihrer Nation einen Anstrichvon Bildung geben, die Gesetze in ihrer Kraft unddie Wissenschaften auf einer mittelmäßigen Höhe er-halten ; aber sie können das Wesen der Dinge nie än-dern ; sie fügen zu der vorherrschenden Farbe des Ge-mähldes nur eine vorübergehende Nuance.

Nur eine gänzliche Verheerung der Staaten undeine Wiederbevölkerung derselben durch fremde Sa-lomen, glaube ich, ist im Stande, eine vollkom-mene Veränderung im Geiste eines Volks hervorzu-bringen; aber dann ist es, wohl zu merken, nichtmehr dasselbe Volk, und es dürfte sich noch immerfragen, ob Luft und Nahrung mit der Zeit dieseneuen Einwohner nicht den alten ähnlich machen würde.

Ebd. S. 3S3.

Die Noth machte die Germanen zu Jägern undein natürlicher Antrieb zu Kriegern; ihre Armuthverkürzte ihre inneren Kriege, denn sie hatten niedabei ein Interesse. Ihre Oberhäupter im Kriege,welche später ihre Könige und Herzoge wurden, hießenFürsten, was von dem Worte führen herkommt.