— 144 -
Die Schicksale der Völker sind in Gottes Hand,doch auch in der Hand der Menschen. Ich bete,daß Weltkrieg und Weltverwüstung lange nicht ge-hört werden. Gesetzt aber — was ich nicht fürchte —es könnte durch einen höllischen Schwindelgeist dasFürchterlichste geschehen und die republikanische Pro-paganda siegen, alle Throne niederreißen, alle Fürstcn-thümer vertilgen, alle Geschlechter alten Glanzesmit Stumpf und Stiel ausrotten; es könnte ihrgelingen, die reine Demokratie zu verwirklichen, dieVölker gleichsam zu dem gcträumten Urzuständewieder herzustellen — was würde in solchem Fallezuletzt geschehen? Ein verständiger Mann, der Nolks-bote vsutier von der Garonne hat den Verrücktenin Paris vor drei Jahren von der Rcdnerbühne herabgcweissagt, was dann geschehen würde. Nicht derewige Friede voll lauter Wonnesal, den sie sich undandern vorträumen, würde dann da scyn, nicht dergroße Weltkuß, die große Völkerumarmung derallgemeinen Glückseligkeit — nein! sondern eine ei-serne Umarmung, eine so klirrende und schallende,daß sie über die Welt hin tönen würde: die Urkräfteder entfesselten Völker würden gegen einander stoßen,und dann in solchem schrecklichen Kampfe der wil-den losgelassenen Kräfte würden die Deutschen wohl