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Denkschrift für den Beitritt Badens zu dem ... Zollverein
Entstehung
Seite
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det odcr bei den Regierungen, die durch die Klagen ihrer Un-tcrthanen ermüdet, sich immer häufiger zu unnachbarlichenSchritten hingezogen sehen; es kann nicht anders sepn, als daßdie widrige Stimmung sich gegenseitig mitlhcile, allmählig ei-nen allgemcinern Charakter einnehme und zuletzt die Bewohnerder deutschen Länder einander immer mehr entfremde.

Es ist unangenehm, diese Seite der Sache zu berühren,aber sie ist durch den Einfluß dieser Stimmung, auf die Stär-ke des Ganzen, die nur aus einem festen, treuen Ausammen-halten und gegenseitiger, herzlicher Gesinnung hervorgeht, zuwichtig als daß sie übergangen werden dürfte.

Und welche Früchte kann sich endlich jede einzelne Regie-rung von der allgemeinen Unzufriedenheit versprechen, welcheder bestehende Zustand unterhält und die i» dem ncmlichcn Ver-hältnisse zu wachsen droht, als die Erfüllung der schönen Hoff-nungen, welche der Artikel 19. der BundcSakte erweckt hat,entrückt wird, odcr gänzlich verschwindet?

Diese Unzufriedenheit ist eine unläugbarc Thatsache undwenigstens in zwei Drittheilcn von Deutschland schon durchSollicitationcn, die an die Regierungen, und Klagen, die andas Publikum gerichtet sind, laut geworden.

Man kann sich durchaus nicht verhehlen, daß sie gegründetsind, man kann sie auch nicht niederschlagen durch eine Ver-weisung auf den ehemaligen Zustand der Dinge.

Seit der Auflösung des deutschen Reichs hat sich in diesenHinsicht manches zum schlimmen, gekehrt. Zwar hatte damalsdie deutsche Industrie auch keinen Schutz. Aber das Ueberge-wicht der fremden ist seither gestiegen und fühlbarer geworden.Die Pcohibilivsystcmc der großen europäischen Nationen habensich mehr ausgebildet, sind strenger und feindseliger geworden.