des Uebergewichts, den eine schon weiter geschrittene Entwick-lung der Industrie gewährt.
So weit diese natürlichen Vorthcile nicht wirksam genugsind, suchen sie der einheimischen Industrie noch durch mannig-faltige Zwangsmaßregeln den innern Markt gegen jede auswär-tige Concurrenz zu sichern.
Von allen Seiten empfinden die deutschen Bundeslandedie traurigen Folgen der feindseligen Vorkehrungen dieser undanderer Staaten.
Zur Aufmunterung für einzelne Gewerbszwcigc und zurErhaltung mancher nach ihrem ersten Aufblühen gerade jetztwieder bedrohten Industrieanstalten, vielleicht eher als irgendeines jener Lander der sorgsamen Pflege durch schützende Maß-regel» noch bedürftig, leidet Deutschland im Ganzen unter denAnstrengungen der einzelnen Staaten, welche diesen Schutz ge-wahren wollen noch weit mehr als durch das Uebel selbst dasgehoben werden soll, und doch im Einzelnen nicht von Grundaus gehoben werden kamt.
Die Ocsterreichischc Monarchie ausgenommen, ist die Lagealler übrigen Bundesstaaten, in dieser Beziehung fast gleich;Keiner kann seiner Industrie einen ganz freien, nach Außengeschlossenen Markt von gleichem Umfang anbieten, wie ihn diegrößeren Nachbarn des Auslandes besitzen; Keiner vermag seinGebiet gegen überwiegende, durch einen ausgebreiteten einheimi-schen Markt schon begünstigte fremde Eoncurrcnz hinlänglich zuschützen; Keiner wird die Mittel, die ihm in dieser Beziehungzu Gebot stehen, gebrauchen, ohne dem deutschen Nachbar mehrals dem fremden wehe zu thun, und ohne mittelbar oder un-mittelbar die Nachtheile, die mit jeder Beschrankung für daseigene Land verbunden sind, in weit höherem Maase zu fühlen,als dies in großen Reichen der Fall ist.