weit höherem Maße in Beziehung auf die hohen EingangSzöllevon den Erzeugnissen des fremden Bodens, welche der Marktdes Vereins nicht liefert, und insbesondere von den verzchrbarcnEolonialartikcln, Wir wollen diesem Gegenstände einige beson-dere Betrachtungen widmen.
14.
Weit entfernt, die Besteuerung der Co l o n i a lw a arenaus dem beschrankten Gesichtspunkte des Merkantilsystems oderdes Gcldabflusses zu betrachten, möchten wir eben so wenig die-ser Eonsumtion, als einem verderblichen Luxus, den Krieg er-klaren. Wir hatten einen solchen Luxus in dem Großherzog-thume bis in die Wohnungen nicht nur der mittleren und ärme-ren Klassen in den Städten, sondern auch des Landmannes inden weitesten Entfernungen vom Sitze stadtischer Sitte und Le-bensweise zu verfolgen. Die seit 15 Jahren fast auf das Dop-pelte gestiegene Zufuhr von Zucker und Kasse beklagen wir kei-neswegs als ein Unglück ; denn wir erkennen in der Verschiedenheitder Klimate und der Productionen der Länder und in der Leich-tigkeit, womit der Mensch sich die Genüsse fremder Zonen an-eignet, ein wohlthatigcs Band, das alle Völker umschlingt,eine wesentliche Bedingung einer höhern ökonomischen Entwicke-lung, eines friedlichen wechselseitigen Verkehrs und der fortschrei-tenden geistigen Kultur aller Völker.
Allein, wo man die Bedürfnisse des Staates großentheilsdurch Auflagen auf die Eonsumtion herbeizuschaffen sucht, —und wo geschieht dieses nicht? — darf man die Besteuerung derverzehrbaren Eolonialariikel gleich andern Vcrbrauchsgegenständcnnicht nur als höchst zweckmäßig, sondern selbst als von der Ge-rechtigkeit geboten betrachten. Niemand wird daran zweifeln,daß, wo man das Salz mit 50 und 100 Proc. besteuert, eineAuflage von 25 und selbst von 50 Proc. von Zucker und Kassevon jener Seite nicht angefochten werden könnte. Eine gesunde