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Denkschrift für den Beitritt Badens zu dem ... Zollverein
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Wir erinnern, daß, ncbcn dem Stimmenverhältnis, eineder wichtigsten Fragen, welche, bei den frühern Verhandlungen,zwischen Bayern und Würtemberg auf der einen, und den übri-gen Staaten auf der andern Seite im Streite lag, die Aus-fuhrzölle von landwirthfchaftlichcn Erzeugnissen betraf, fürwelche uns ein freier Verkehr mit fremden Landern bei der Leich-tigkeit der Eommunication auf der freien Wasserstraße von sohohem Werthe ist.

^5.

2) Die dreifach größere Ausdehnung des Verei-nes und die Lage der Gebiete, welche die Erweiterungdes früher beabsichtigten cngern Vereines bilden, gewahren derfreien Bewegung des Handels ein ungleich größeres Feld. DieWohlthaten des innern freien Verkehrs verbreiten sich gleichför-miger auf die verschiedenen Zweige der Produktion und Eon-sumtion, und die verschiedenen Gegenden unseres Landes neh-men daran in einem günstigen: Verhaltnisse Theil. Keiner derVortheile, welche uns der frühere Verein darbieten kennte, ent-geht uns, wir möchten aber diejenigen, welche die Herstellungdes freien Verkehrs mit den hinzukommenden Gebietsthei-lcn überdieß verspricht, nicht geringer, eher noch höher an-schlagen.

Nicht die Nahe oder die Entfernung der fremden Markteallein ist es, von welcher der Werth einer freien Verbindungabhangt, sondern vorzüglich die Verhaltnisse der Produktion undder Eonfumtion, welche das Bedürfnis des WaarenaustaufchcShervorrufen, und der Lauf der Gewässer, welcher die Befriedi-gung dieses Bedürfnisses erleichtert. Gerade in der Richtungnach Osten ist unser Ausfuhrhandel am wenigsten bedeutend,und wird, wenn andere natürliche Absatzwege nicht verschlossenwerden, auch im Vereine nicht die-gleiche Lebhaftigkeit, wienach andern Richtungen im Ganzen genommen, gewinnen.Von dieser Seite gerade kommt uns eine Einfuhr, deren Ein-