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Denkschrift für den Beitritt Badens zu dem ... Zollverein
Entstehung
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nosscnschaft ein Anschließen cm gemeinsame Maßregeln nicht er-warte» durfte, würden hohe Zolle nach den bisherigen Erfah-rungen wirkungslos geblieben seyn.

Alle diese Gründe traten für Bayern nicht ein,

Würtemberg hatte weniger starke Motive, sich der An-nahme niedriger Zölle zu widersetzen; die freie Bewegung seinesHandels bis an die westlichen und südlichen Grenzen unseresLandes mußte ihm von höherm Werthe seyn, als der Unterschiedder Zölle; Badens Beitritt befreite es von den Unannehmlich-keiten und Nachthcilcn einer Grenzmauth. In dieser Lage er-kannte Würtemberg seine vermittelnde Stellung, der es im gan-zen Laufe der Verhandlungen stets treu blieb. Im Falle derunbedingten Wahl mußte aber die größere Uebereinstimmungseiner Interessen mit denen Bayerns die Entscheidung geben.Gerade diese aus dem ökonomischen Zustande und der Lage bei-der Königreiche hervorgehende größere Uebereinstimmung ihrer In-teressen mußte aber Baden um so bedenklicher machen, einenTarif anzunebrnen, der seinen Bedürfnissen nicht entsprach, dadas entschiedene Uebergewicht dieser beiden Staaten in dem en-gern Vereine auch für die Zukunft bei allen vorkommenden Fra-gen für die Berücksichtigung der besonderen Lage des Großherzog-thums wenig hoffen ließ. ,

Die Absicht der großherzoglrchcn Regierung bei ihrem Ver-suche, einen Handelsverein zu gründen, war keine andere, alsdem Lande eine neue Quelle des Glücks, des Wohlseyns undder Zufriedenheit zu bereiten. Die Anwendung der Principien,welche die Wissenschaft als Resultat ihrer Forschungen errungen,und die Erfahrung als wohlrhatig bewährt, die Freiheit desVerkehrs, war der Gegenstand des Wunsches des Landes. Umauf der einen Seite eine größere Freiheit zu gewinnen, konnteman sich auch von der andern Seite Beschränkungen gefallenlassen, die der Gcsammtheit zusagten, aber im Ganzen mußte

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