Deutschland war man ungewiß, ob man der fortschreitendenfcharfcn Trennung der einzelnen Gebiete durch die, alle Be-wegungen des Handels hemmenden Mauthanstalten, oder demEinfluß der überwiegenden fremden Erneueren; einen großer»Antheil an dem Drucke zuschreiben solle, unter dem die hervor-bringende Klaffe seufzte. Zu den Klagen über die wirklich vor-handenen Uebel kamen noch die Berechnungen des Unverstandes,welcher unter andern als nothwendiges Resultat der fortdauernden Einfuhr der Kolonialartikel' die allmahlige Verarmung derdeutschen Lander in einer Progression weissagte, zufolge welck.erschon jetzt, nach Versink von 15 Jahren einer stetigen Zunah-me jenes Handels, fast alle klingende Münze verschwundenseyn müßte.
Unter diesen Umstanden wurde der Wunsch immer lauterund dringender, daß gemeinschaftliche Maßregeln der deutschenStaaten zum Schutz gegen fremde Industrie ergriffen, und dieMauthschranke» im Innern Deutschlands aufgehoben werdenmöchten. Handels - und Eewcrbsleute verschiedener Staatentraten in Vereine, um diesen Zweck bei ihren Regierungen durchSollicitationcn zu erreichen; die Kammern der Landstande dersüddeutschen Staaten benutzten ihr Petithonsrecht zum gleichenZwecke.
Diese Angelegenheit kam bekanntlich auf dem WienerK on greß zur Sprache. Ein Verein von ganz Deutschland, et-wa mit Ausschluß von Oestreich, dessen Verhältnisse zu Ungarnund Italien Schwierigkeiten darbieten mochten, und das sichdurch einen Handelsvertrag freundlich verbinden konnte — schien,.wie vielen Andern, auch dem Verfasser dieser Schrift das wirk-samste Heilmittel.*)
H Der Verfasser hat hierüber im Jahr 1819 seine Ansicht in einemlithographieren Aufsatze niedergelegt, den er, ohne ein Wortdaran z» andern, in dem Anhange folgen läßt.