Geocentrilcher Ort cincö Planeten.
lerschied zwischen den hcliocentrischcn und geoccntrischenOrten eines Planeten ist also in der Thal nichts ande-res, als seine Parallaxe, die ans der Entfernung derErde vom Mittelpunkte des Planetensystemes und ausihrer jährlichen Bewegung um denselben entsteht. Esfolgt hieraus, daß der erste Schritt zu einer Kenntnis;des Betrags dieser Parallaxe und der damit vexbundenenBestimmung des schcinbaxcn, von der Erde auf dieSphäre der Fixsterne bezogenen, Ortes eines jeden Pla-neten darin bestehen müsse, das Verhältnis der Linear-Entfernungen desselben von der Erde und von der Sonnezu der Entfernung der Erde von der Sonne, so wie auchdie gegenseitige Lage dieser drei Linien auszumitteln.
451) Nehmen wir also an, daß 5 (Fig. 59) dieSonne, dl die Erde und d' den Planeten, ferner 5 4" dieNachtgleichenlinic, 4Vll die Erdbahn und lp 9 eine vondem Planeten auf die Ekliptik gefällte senkrechte Liniebezeichne, so wird der Winkel 5 1' dl (nach dem im Art.K9 gegebenen allgemeinen Begriff der Parallaxe) dieParallaxe des Planeten ausdrücken, welche aus der Ver-legung des Standpunktes von 8 nach dl entsteht. bl I'wird die scheinbare Richtung des Planeten, von dl ausgesehen, scyn; und wenn man 8 parallel mit dlzieht, so wird der Winkel lk 8 <) die geoccntrische Längedes Planeten ausdrücken, während "5 8 dl die helivcentri-sche Länge der Erde und lk 8 p die heliocentrischc Längedes Planeten ist. Die crsterc von diesen, nämlich 4'8 dl,findet man aus den Sounentafeln, und die letztere, r 8 p,durch das oben beschriebene Verfahren (Art 429). Ausser-dem ist 8 ? der Radius Vector des Planeten und 8 dlderjenige der Erde, und beide werden bestimmt aus denbekannten Dimensionen ihrer xcspcctiven Ellipsen nnd denOrten, welche die beiden Körper zur gegebenen Zeit indenselben einnehmen. Der Winkel 1' 8 ^ endlich ist dieheliocentrische Breite des Planeten.
452) Es ist nun unsere Aufgabe, aus allen diesengegebenen Großen die Winkel r 8 <> und 1' dl zu be-stimmen, welcher letztere die geoccntrische Breite des Pla-neten ist. Das ganze Verfahren besteht demnach in Fol-gendem: 1) In dem, in (> rechtwinkligen Dreiecke d> d'