Ästceiiemie.
Cap, VNI
einem sehr großen Maaßsiabc unterwirft, oder die Mes-sung der Zeit derjenigen des Raum'es substituirt, miteinem für alle Zwecke hinlänglichen Grude von Genauig-keit bestimmt werden können, sobald man nur günstigeGclegenbciren abwartet, und vortheilhafte Eombiuationcnder Umstände sorgfaltig dabei benutzt. Diese Beobachtun-gen haben die Ästronomen für so wichtig gehalten, daßbeim letzten Durchgange der Benus durch die Sonne imJahre t7Nt> von der brittischc», französischen, russischenund andern Regierungen eigene Erpeditionen nach denentferntesten Gegenden der Erde ausgerüstet worden sind,blos um diesen Durchgang zu beobachten. Eine derselbenwar die berühmte Erpedition des Eapitain Eook nachOtaheüe. Sammtliche, sowohl bei dieser merkwürdigenVeranlassung, als auch bei dem vorhergehenden Durch-gange von t76t angestellten Beobachtungen geben alsallgemeines Resultat !!",577ü für die Horizontaiparallaxeder Sonne.
412) Die Bahn des MerkurS ist sehr elliptisch, in-dem ihre Ercentricität beinahe den vierten Theil dermittler» Entfernung beträgt. Dieses ergibt sich aus derUngleichheit der zu verschiedenen Zeiten beobachteten größ-ten Elongation von der Sonne, welche zwischen in"42' und 2»v 4!!' schwanken; und aus genauen Messun-gen solcher Elongationen laßt sich leicht folgern, daß auchdie Bahn der Benus ein wenig ercentrisch ist, und daßdiese beiden Planeten in der That Ellipsen beschreiben,deren gemeinschaftlicher Brennpunkt die Sonne ist.
4i.?) Wir wollen uns nun zur Betrachtung derob cr n Planeten wenden, oder derjenigen, deren Bahnendie Bahn der Erde auf allen Seiten einschließen. Daßsie dieses wirklich thun, läßt sich aus mchrcrn Umständennachweisen: —
4) Sie sind nicht, wie die untern Planeten, auf ge-wisse Grenzen der Elongation von der Sonne beschränkt,sondern erscheinen in allen Entfernungen von ihr, selbstin der der Sonne gegenüber liegenden Himmelsgegend,oder, wie man es zu" nennen pflegt, in Oppositionmit derselben. Dieses konnte nicht der Fall scpn, wenn