Bewegungen der untere» Planeten. 29!
899) Wir wollen annehmen, ? y (Fig öL) sey dieEkliptik, und Ii I» die Bahn eines dieser Planeren(z. B. des Merkurs), welche von einem Auge, dassich ziemlich nahe in ihrer Ebene befindet, fast »nrlängs ihrer Kante erblickt wird; 8 sey der Mittelpunktdieser Bahn, nämlich die Sonne, und H 9, Ich 8 sue-cessive Orre des Planeten, von denen i; und 8 in denKnoten liegen. Wenn alsdann die Sonne 8 in derEkliptik scheinbar stillstände, so würden die Planerenblos rückwärts und vorwärts von bis n> oscillircn,und sich abwechselnd vor und hinter die Sonne bege-ben; und wenn ein Beobachter sich genau in der Ebeneder Bahn befände, so würden sie in dem erster» Fallevor der Sonncnscheibe vorübergehen und in demlehrern von ihr bedeckt werden. Da aber die Sonnenicht stillsteht, sondern scheinbar die Ekliptik p (1durchläuft, so wollen wir annehmen, sie bewege sichdurch die Räume 8 ck, ^ II, II V, indeß der Planetwährend eines jeden dieser Fortschritte den viertenTheil seines Umlaufes vollendet. Alsdann bewegt sichseine Bahn scheinbar mit der Sonne vorwärts in diesncccssivcn Lagen, welche in der Figur angegeben sind;und während seine wahre Bewegung um die Sonne ibnin die rcspectiven Punkte 9, v, 8, ^ bringt, wird erscheinbar am Himmel die Wellen- oder Zikzakliniert 5 II II beschrieben haben. Hierbei wird die Bewe-gung des Planeten in der Lange in den Tbeilen /t di,II rcchtlänfig und in dem Theile II n II rückläufiggewesen scyn, während er in den Wendungen des Zik-zaks bei Ii, n stationär war.
409) Die beiden einzigen Planeten, Merkur undVennS, deren Bewegungen von der Art sind, wie sievorhin beschrieben wurden, heißen die unteren Pla-neten; ihre weiteste Winkelcnrsernnng von der Sonnenennt man ihre größte östliche und westliche Aus-weichung oder Elongation, und ihre schein-bare uahc>" Jusammenknnft nur der. Sonne die un-tere und obere Conjunrtion derselben, von denendie ersicre statt findet, wenn der Planet zwischen die