Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
259
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Monds- und Sonnenfinsternisse. ZZg

dem Schatten eines Körpers, welcher auf einen anderndurch einen leuchtenden Weltkörper geworfen wird, derweit größer, als jene beiden, ist. Es bezeichne(Fig. 49. s.) die Sonne, und UV einen sphärischenWeltkörper, entweder die Erde oder den Mond, welchervon ersterer erleuchtet wird. Zieht man nun die Linienkv, und verlängert dieselben, so werden sie, weilgrößer ist, als UV, in einein Punkte L sich schnei-den, der, je nach der Größe des Korpers ev, mehroder weniger von ihm entfernt liegt; und in dein RäumeVKV (der einen Kegel bildet, weilcv und Kugelnsind) wird ganzlicher Schatten seyn. Ein in diesemSchatten (dem sogenannten K ernsch a tte n) befindlicherBeobachter kann keinen Theil der Svniienscheibe sehen.Außerhalb dieses Kernschattens find zwei divergirendeRäume (oder vielmehr ein Theil eines einzigen konischenRaumes, dessen Scheitel in It ist, wo ein Beobachterz. B. in M, nur ein «Stuck von der Oberfläche

der Sonne sehen wird, indem der übrige Theilvon der Erde verdeckt ist. Er bekommt deshalb nurpartiellen Sonnenschein, und zwar um so mehr, je nä-her er sich an den äußern Rändern dieses letzter» Kegelsbefindet, den man den Halbschatten nennt. Außerhalbdesselben wird er die ganze Sonne sehen und die volleBeleuchtung derselben haben. Alle diese Umstände kannman sebr deutlich zeigen, wenn man eine kleine Kugelin die Sonne hält, und ihren Schatten in verschiedenenEntfernungen auf ein Blatt Papier fallen läßt.

356) Bei einer Mondsfinsterniß, welche in Fig. 49. adargestellt ist, sieht man den Mond zuerst in den Halb-schatte n treten und nach und nach in den Kern-schatten übergehen, wobei der erstere den letzteren wieein Nebel umgiebt. Wegen der beträchtlichen Großeder Erde ragt der Kegel ihres Kernschattens im-mer weit über den Mond hinaus, so daß, wenn zurZeit der Finsterniß die Bahn des Mondes die geeigneteLage hat, derselbe nothwendig durch diesen K e r n sch at-ten seinen Weg nehmen muß. Bei den Sonnenfinster-nissen ist dieses aber nicht der Fall. In Folge derGrbße und der Entfernung des Mondes trifft es sich.